Predigt.Archiv
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Bibeltreue und gottesfürchtige Predigten und Bücher für die Endzeit. Zurüstung und Glaubensstärkung für jene, die am Ende zu den Überwindern gezählt werden wollen.

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Was geschieht bei pfingstlerischen Taufen oder Handauflegungen? Teil II

Rudi Holzhauer

Eine Frau berichtet in der Seelsorge, plötzlich hellsichtig zu sein. Auf Nachfragen des Seelsorgers ergibt sich kein Hinweis auf frühere okkulte Betätigung. Dann stellt sich heraus, dass sie seit einiger Zeit Pfingstler-Versammlungen besucht. Zum Abschluss einer solchen habe ein besonders begnadeter Verkündiger zum Zweck einer Segensvermittlung eine „Kettensegnung“ durchgeführt. Dabei wurde die Handauflegung der Einfachheit halber nur an einer einzigen Person vollzogen, aber durch Kettenbildung durch Handkontakt an alle Teilnehmer „weitergeleitet“. Indem die Frau an dieser „Segnung“ teilnahm (ein Beweis ihrer eigenen irregeführten Erwartungshaltung), konnte Satan hier ansetzen, und so fand der Geist (hier als Wahrsagegeist) bei der Beteiligten Eingang – und dies wahrscheinlich auch bei einer größeren Anzahl gutgläubiger, aber durch Irrlehre geprägter Versammlungsteilnehmer.

Es stellt sich die Frage, was wohl ernster zu bewerten ist: die angemaßte Handlungsweise des Verkündigers oder die Naivität der Kinder Gottes, die über körperliche Kontakte einen „himmlischen“ Segen erwarten? Die Pfingstbrüder beklagen die Verunsicherung, die durch unsere Aufklärungstätigkeit in ihren Kreisen entsteht. Wir hingegen staunen über die Ungerührtheit und Hilflosigkeit derjenigen, die sich auch dann noch für begnadet und bevollmächtigt halten, wenn sie mit den unheimlichen Folgen, die sie mit ihrer Schwärmerei angerichtet haben, konfrontiert werden.

Über die unzähligen Belasteten, die durch Handauflegung und „Geistvermittlung“ hilflos am Wegrand liegen, schweigt man sich aus oder geht ungerührt, wie jener Priester und Levit, an dem unter die Räuber Gefallenen vorüber. Allenfalls greift man nochmals zum falschen Mittel und versucht, die Dämonen, die man zuvor eintrieb, wieder magisch „auszutreiben“.

Ein Beispiel unter Hunderten: Als eine Glaubensschwester nach pfingstlicher Wasser- und sogenannter Glaubenstaufe in tiefe Umnachtung und Depression fiel, allen Glauben und die Heilsgewissheit verloren hatte, riefen wir den zuständigen Pfingstprediger, der die Weissagung und die Zungenauslegung vollzogen hatte, um Aufklärung und Hilfe. Während er fassungslos vor dem jammernden Häufchen Elend stand, war sein einziger Kommentar: „Es ist alles in Ordnung, der Herr zeigt mir nichts“.

Ich stelle bescheiden die Frage: Was war hier in Ordnung, das schwarmgeistige, pfingstlerische Lehr- und Handlungssystem oder der uneinkalkulierte Einbruch von Finsternismächten, denen man – wenn auch unwillentlich – durch die üblichen Okkultmethoden die Türen geöffnet hatte? Hier war doch wohl ein anderer Herr am Werk, der sich nicht offenbaren wollte. So wenigstens müssen wir die Dinge sehen.

Übrigens, die Befreiung dieser Frau geschah dann nicht durch andere „vollmächtigere“ Pfingstbrüder, sondern durch eine biblische Klarstellung und die darauf folgende Absage an alle Spezial-Lehren dieses Pseudo-Pfingstgeistes – mit Danksagung an den HERRN, der auf Golgatha auch diese Mächte besiegt hat. So gewann die Glaubensschwester ihr Vertrauen in GOTTES Erbarmen zurück.

Alle Geist- und Gabenvermittler sind Kontaktpersonen zur Geisterwelt und hochgradig medial. Daher auch ihre Fähigkeit der Hellsicht und Sündenoffenbarung. Das Gleiche gilt für alle Teufels- und Dämonenaustreiber unserer Tage, gleichgültig, aus welchem religiösen Bereich sie kommen. Alle „Vollmachtsexperten“ charismatischer oder anticharismatischer Prägung berufen sich auf die apostolischen Vollmachtsbeweise des Neuen Testaments, die sie für sich in Anspruch nehmen, ohne zu bedenken, dass die Zeit der Apostel mit dem Tode des letzten Apostels vorbei ist. Man muss mir als kritischen Beobachter dieser Dinge schon gestatten, den vom Herrn Jesus selbst erwählten und berufenen Aposteln mehr Vollmacht und Legitimation einzuräumen, als den in der Regel sich selbst beauftragten schwarmgeistigen Gabenvermittlern und Dämonenaustreibern von heute.
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Forwarded from Manna am Morgen
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Liebe Mitbeter, hier ist ein Update zur Situation unseres Neffens:

Vor einigen Tagen durfte er endlich das Krankenhaus-Bett verlassen und konnte in den Rollstuhl mobilisiert werden. Das hat gut geklappt und gibt einiges an Lebensqualität zurück, vor allem für so einen lebensfrohen, energiegeladenen Jungen.

Die Leber ist fast verheilt, was auch eine wichtige Vorraussetzung für die Mobilisation war.

Die Beine spürt er nach wie vor nicht und kann sie auch nicht bewegen.

Am kommenden Dienstag wird er zur Frühreha nach Bayern verlegt. In eine sehr große Spezialklinik auf diesem Gebiet.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ❤️-lich für alle Gebete bedanken!

Bitte betet auch für die Eltern weiter, denen nun eine längere Trennungszeit durch die Rehaklinik bevorsteht.
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Forwarded from Manna am Morgen
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Gesetz für geistliche Leitung

Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein strengeres Urteil empfangen werden!

Jakobus 3,1

Vieh wird getrieben, Schafe werden geführt; und unser Herr vergleicht sein Volk mit Schafen, nicht mit Vieh. Es ist besonders für christliche Leiter wichtig, das Gesetz des Leiters zu kennen – dass er andere nur so weit führen kann, wie er selbst vorangekommen ist.

Für einen Hirten ist es natürlich unmöglich, die Schafe zu führen, wenn er nicht vor ihnen hergeht. Der Versuch, sie auf Weiden zu bringen, die er nicht zuerst betritt, ist vergeblich; er könnte lediglich versuchen, sie vor sich herzutreiben, was bedeuten würde, dass er sie fälschlicherweise für Vieh hält und dass er sein Wesen als wahrer Hirte verleugnet.

Ein geistlicher Leiter hat erfahren, was er selbst lehrt, oder er wird sich in der Situation befinden, dass er die Schafe vor sich hertreibt. Aus diesem Grund muss er auf sein Herz achten, bevor er versucht, zu den Herzen von anderen zu predigen.

A. W. Tozer, The Price of Neglect, 1991, S.151.
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Forwarded from Harry@vallesflores
Ukraine 07.02.2026.pdf
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Je weiter der Krieg in der Ukraine andauert, desto brutaler wird er geführt. Die unbeschreibliche Not nimmt leider immer mehr zu. Die Anzahl der Unterstützer nimmt ab. Vielleicht machst du mit, um mit deinem Einsatz den Menschen zu helfen und somit wird Jesus Christus immer mehr verherrlicht.
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Forwarded from Manna am Morgen
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Gott kennt den Weg

Larry DeBruyn

Ja, er kennt meinen Weg; wenn er mich prüft, so werde ich wie Gold hervorgehen!

Hiob 23,10

Es gibt keine Erfahrung in unserem Leben, die wir mehr vermeiden wollen als diejenige, die Hiob durchmachen musste. In kurzer Zeit verlor er alles – seinen Besitz, seine Familie, seine Freunde und seine Gesundheit. Hiob hatte alles und schließlich nichts mehr. In der Schrift gibt es mit Ausnahme der Kreuzigung Jesu Christi keine notvollere Beschreibung einer Lebenssituation als im Buch Hiob, der alles verloren hatte und von Kopf bis Fuß mit Ausschlägen übersät war und außerhalb der Stadt auf der Asche sitzend sein wundes Fleisch mit einer Tonscherbe kratzte; seine Frau fragte ihn: „Hältst du noch immer fest an deiner Tadellosigkeit?“ und fügte hinzu: „Fluche Gott und sterbe“ (Hiob 2,8).

Wenige Leute haben in ihrem Leben die Anfechtungen Hiobs durchmachen müssen. Obgleich jeder in Hiobs Nähe zu ihm sagte, er würde Gottes Gericht verdienen, weil er gesündigt hatte, verfluchte Hiob Gott nicht. Inmitten all der Negativität, die ihn umgab, wusste er, dass Gott seinen Lebensweg kannte. Glauben wir dies inmitten unserer Lebensumstände auch?

Meine Tante Leona Hertel, die vor zwei Jahren gestorben ist, schrieb diese Worte, die ich kürzlich auf einem Zettel in ihrer Bibel fand, die sie mir vererbt hatte:

„Hiob sagte nicht: ICH WEISS NICHT DEN WEG, DEN GOTT EINSCHLÄGT, sondern GOTT WEISS DEN WEG, DEN ICH EINSCHLAGE. Wir würden gerne wissen, was Gott tut. Wir würden gerne den Vorhang beiseite tun und den Anfang und das Ende unseres Weges sehen. Wir würden gerne wissen, welchen Weg Gott einschlägt, aber wenn wir das könnten und wenn wir das sehen könnten, dann bräuchten wir keinen Glauben, um Gottes Wegen Vertrauen zu schenken und sie zu akzeptieren. Hiob fand in all seiner großen Not nicht deswegen Trost, weil er Gottes Handeln kannte, sondern er wurde getröstet durch die Wahrheit, dass Gott wusste, was Er tut, und dann überwand sein Glaube alle Hürden, und wenn er in die Zukunft blickte, konnte er ausrufen: Wenn er mich geprüft hat, so werde ich wie Gold hervorgehen!“

Petrus ermuntert die Gläubigen in ihren Anfechtungen mit diesen Worten:

„Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.“ (1Petrus 1,6-7)

Von Gott vorherbestimmt in seiner guten Vorsehung dienen die Anfechtungen des Lebens als ein reinigendes Feuer, das die Unreinheiten des Lebens wegbrennt und uns zu würdigen Bürgern des ewigen Königreiches macht. Wo es keinen Schmerz gibt, gibt es keinen Gewinn. Meine Tante zitierte dann ihren guten Freund Warren Wiersbe, der schrieb:

“Wenn Gott es zulässt, dass seine Kinder durch den Feuerofen gehen, ruht sein Auge auf der Herde und seine Hand auf dem Thermostat. Sein liebendes Herz, weiß, wie lange es dauern wird und wie heiß es werden darf.“ (Tried for a Season, Pure for Eternity)

Wenn wir schließlich durch alle Anfechtungen hindurch in der Gegenwart Gottes im Himmel angekommen sind und auf unser Leben zurückblicken, dann werden wir erstaunt sagen: Oh!

Sind wir bereit, Gott für sein reinigendes Feuer zu danken? Hiob tat es in seiner Not und Verzweiflung. Seine Frau fragte ihn sarkastisch: „Hältst du noch immer fest an deiner Tadellosigkeit?“ und fügte hinzu: „Fluche Gott und sterbe.“ Was Glaube und Dankbarkeit angeht, ist Hiobs Antwort altbewährt : „Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen?“ Inmitten der Anfechtungen des Lebens, welche es auch immer sein mögen, können wir uns dem Herzen Gottes anvertrauen, und dafür können wir dankbar sein. ER WEISS DEN WEG, DEN WIR EINSCHLAGEN.

Larry DeBruyn, God Knows the Way
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Der Wächter- und der Zeugendienst der Gemeinde Jesu Teil I

Adolf Essen, 1935

Die Gemeinde Jesu Christi ist von ihrem Herrn zu einem doppelten Dienst berufen: Zum Zeugendienst und zum Wächterdienst. Ihr vornehmster Beruf ist der Zeugendienst, dass sie durch die Verkündigung des Evangeliums den Menschen den Herrn Jesus Christus bezeugt und anpreist als unseren einzigen Trost im Leben und im Sterben und dass sie dieses Zeugnis des Wortes bekräftigt durch das Zeugnis ihres Wandels. Das ist die Dienstanweisung des Herrn an seine Gemeinde: „Ihr seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Tugenden dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht“ (1Petr 2,9). Dieser Zeugendienst ist der ganzen Gemeinde Jesu befohlen.

Aber mit dem Zeugendienst muss verbunden sein der Wächterdienst der christlichen Gemeinde mit seinem Weck- und Bußruf, damit die Menschen, denen sie das Evangelium bezeugt, aufwachen aus dem geistlichen Schlaf, in dem wir von Natur aus alle befangen sind. Es muss gelten: Kein Zeugendienst ohne Wächterdienst, denn nur aufgewachte Menschen werden das Evangelium von Jesus Christus wirklich hören und seinem Gnadenruf folgen. Auch der Wächterdienst ist – wie der Zeugendienst – der ganzen Gemeinde und ebenso jedem Gläubigen befohlen und insonderheit den vom Herrn berufenen Dienern an seinem Wort.

Worin besteht der Wächterdienst und was sind seine Aufgaben?

Der Wächterdienst in der christlichen Gemeinde besteht nicht darin, dass die zu Wächtern Berufenen darüber wachen, dass die übrige Gemeinde ruhig weiterschlafen kann, etwa in der Meinung: „Unsere Wächter werden uns schon zur rechten Zeit wecken und warnen, wenn eine Gefahr droht.“ Diese Meinung ist dort angebracht, wenn es sich um die Bewachung eines Ortes durch die von der weltlichen Obrigkeit bestellten Wächter handelt. Aber für den Wächterdienst in der Gemeinde Jesu Christi gilt das Gegenteil. Der Herr will, dass alle seine Jünger – und zwar allezeit – wachen sollen und dass die von ihm bestellten Wächter gerade darüber wachen, dass die anderen nicht schlafen, sondern ebenfalls wachen und wach bleiben, und wenn sie eingeschlafen sind, wieder aufgeweckt werden. Denn wir sind allezeit von Gefahren bedroht durch den Satan, die Welt und unser eigenes Fleisch. Nur als eine wachende Gemeinde werden wir diesen Gefahren begegnen.

Nach der Schrift können wir eine dreifache Aufgabe des Wächterdienstes unterscheiden.

I. Der Warnungsdienst

Der Wächterdienst hat die Aufgabe, ein Warnungsdienst zu sein vor dem Betrug der Sünde und vor falscher Sicherheit. Von dieser Aufgabe lesen wir in Hesekiel 3, 17 ff, wo Gott spricht: „Ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel. Du sollst aus meinem Munde das Wort hören und sie von meinetwegen warnen. Wenn ich dem Gottlosen sage: Du musst des Todes sterben, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, damit sich der Gottlose vor seinem gottlosen Wesen hüte, damit er am Leben bleibe, so wird der Gottlose um seiner Sünde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.“ Aber der Prophet soll hier nicht nur den Gottlosen warnen, sondern auch den Frommen und den Gerechten. Vers 20: „Wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit abwendet und Unrecht tut, so werde ich ihn zu Fall bringen und er muss sterben. Denn weil du ihn nicht gewarnt hast, wird er um seiner Sünde willen sterben, und seine Gerechtigkeit, die er getan hat, wird nicht angesehen werden; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.“ Wir sehen aus diesen Worten an Hesekiel, dass der Wächter- und Warnungsdienst nicht nur an den Gottlosen und offenbaren Sündern und Weltkindern geschehen muss, sondern auch an den Frommen und Gerechten. Denn die Gefahr, wieder auf den Weg der Sünde und der Abkehr von Gott zu geraten, ist für uns alle groß.
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Der Wächter- und der Zeugendienst der Gemeinde Jesu Teil II

Adolf Essen, 1935

Zu der Versuchung durch den Betrug der Sünde kommt die gefährliche Versuchung durch falsche Lehren hinzu, die die Grundlagen unseres Glaubens untergraben. Die Versuchungen, die uns bedrohen, sind nicht zu allen Zeiten gleich groß, aber gefährlich sind sie immer. Und dann gibt es auch besondere Zeiten in der Geschichte der christlichen Gemeinde und in dem Leben des Einzelnen, in denen die Verstrickung in eine falsche verderbliche Lehre besonders groß und gefährlich sind. Wer will bestreiten, dass dies auch für die Zeit gilt, in der wir leben? Darum ist es so wichtig, dass in dieser unserer Zeit der Wächterdienst mit ganzem Ernst in und durch die Gemeinde getan wird.

II. Die Stunden auf Gottes Weltenuhr anzeigen

Außer dem Warnungsdienst vor dem Selbstbetrug der Sünde und vor falscher Lehre hat der Wächterdienst noch eine zweite und damit verbunden eine dritte Aufgabe. Von dieser Aufgabe lesen wir in Jesaja 62,6-7: „Über deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht keinen Augenblick schweigen sollen. Ihr, die ihr den Herrn mahnen sollt, gönnt euch keine Ruhe und lasst auch ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wiederherstellt und es zum Lobpreis auf der Erde macht.“

Der Wächter in der Gemeinde hat die Aufgabe, die Stunden auf Gottes Weltenuhr anzuzeigen und die Botschaft auszurichten, dass der große Tag immer näher heranrückt, an dem unser Herr wiederkommen wird zum Gericht über die Welt und zur Aufrichtung der Gottesherrschaft in Kraft und Herrlichkeit. Der Herr will, dass seine Gemeinde auf die Zeichen der Zeit achten lernt und dass sie eine Gemeinde ist, die der Zukunft des Herrn entgegeneilt. Aber auch die Welt soll nach dem Willen des Herrn wissen, dass sie dem Tag des Gerichtes entgegengeht.

Als eine bedeutsame Schriftstelle für diese Aufgabe des Wächterdienstes nennen wir Römer 13, 11-12: „Weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, dass die Stunde da ist, um aufzustehen vom Schlaf (weil unser Heil jetzt näher ist, als zu der Zeit, als wir gläubig wurden; die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen): So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes.“ Diese Schriftstelle zeigt uns, wie ernst es Paulus genommen hat mit seinem Wächterdienst im Blick auf das Kommen des Herrn. Sie zeigt uns weiter, wie das Warten auf den Herrn für aufrichtige Christen ein starker Antrieb ist, um sich von aller Befleckung der Sünde zu lösen und – angetan mit der Waffenrüstung Christi – den guten Kampf des Glaubens gegen alle Mächte der Finsternis zu führen.

III. Der Beterdienst

In der zuerst angeführten Schriftstelle Jesaja 62,6.7 wird uns noch eine dritte Aufgabe des Wächterdienstes genannt. Die Wächter sollen nicht nur sich und der Gemeinde keine Ruhe lassen, sie sollen auch dem Herrn keine Ruhe lassen, sondern ihn immer wieder an die große Zukunfts-Verheißung an seine Gemeinde erinnern. Sie sollen ihn immer wieder bitten, diese seine Verheißung einzulösen. So wird der Wächterdienst zugleich zum Beterdienst. So klingt es uns auch aus den Schriften des Neuen Bundes bis hin zu den letzten Worten der Offenbarung des Johannes entgegen, in der die Gemeinde Jesu sehnsüchtig bittet: „Komm, Herr Jesus!“ Und Jesus, der ihr die Verheißung seines Kommens gegeben hat, bezeugt es ausdrücklich: „Ja, ich komme bald!“

Es ist eine ernste Sache um den Wächterdienst in der Gemeinde und um die Verantwortung derjenigen, die der Herr zu Wächtern bestellt hat, aber ebenso derjenigen, an denen der Wächterdienst geschieht. Wir fügen das ernste Wort aus Hebräer 13, 17 hinzu. Es ist ein Wort, das beiden gilt, den Gemeinden und ihren Lehrern: „Gehorcht euren Lehrern und folgt ihnen, denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafür geben sollen, auf dass sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen, denn das ist euch nicht gut.“
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Forwarded from Manna am Morgen
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Der Wächter- und der Zeugendienst der Gemeinde Jesu Teil IV

Adolf Essen, 1935

1. Wir müssen haben und erbitten das geweckte, hörende Ohr, dass wir sein Wort, das besondere Gotteswort, das er uns für unseren Wächterdienst geben will, hören und weitergeben, denn nur Gottes Wort, nicht unser Menschenwort kann Schlafende aufwecken und geistliche Tote lebendig machen (Hebräer 4, 12). Darum muss unsere Bitte sein vor jedem Wächterdienst, den wir in der Predigt oder Seelsorge tun: „Herr, wecke mein Ohr, dass ich höre, was du durch mich den Menschen sagen willst, und mache dein Wort wirksam durch deinen Geist.“

2. Wir müssen haben und erbitten das sehende Auge, dass wir sehen, wie der geistliche Zustand in unseren Gemeinden und Gemeinschaften in Wirklichkeit ist, dass wir sehen die besonderen Nöte und Gefahren und Sünden der Menschen, denen wir dienen, und auch, dass wir sehen und verstehen die Zeichen der Zeit und die Stunde, die auf Gottes Weltenuhr geschlagen hat.

3. Wir müssen haben und erbitten den redenden Mund, dass wir nicht schweigen aus Menschenfurcht oder Menschengefälligkeit oder Trägheit, sondern unerschrocken und mit ganzer Treue die Wahrheit verkündigen. Hier sind zwei Worte aus Jesaja zu beherzigen, das ernste Gerichtswort (Jesaja 56, 10): „Alle ihre Wächter sind blind, sie wissen alle nichts: stumme Hunde sind sie, die nicht strafen können“, und das mutmachende Wort (Jesaja 58, 10): „Rufe getrost, schone nicht, erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk ihr Übertreten und dem Hause Jakob ihre Sünden.“

4. Wir müssen haben und erbitten ein gereinigtes Herz und einen lauteren Wandel. Wehe uns, wenn wir einen Sünder zur Buße rufen und selbst in der Sünde verharren wollen. Dann trifft uns das Wort aus Psalm 50, 16.17: „Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkündigst du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?“ Aber auch wenn wir aufrichtig in der Kraft des Geistes gegen die Sünde kämpfen, ist bei jedem Warnungsdienst des Wächters äußerste Wachsamkeit nötig. Denn das ist gewiss: Dass der Teufel, unser Widersacher, darauf aus ist, jeden, der Wächterdienst tut und zur Buße ruft, zu sichten und zu verführen, dass er in Sünde und Schande falle. Darum sollten wir vor jeder Ausrichtung unseres Wächterdienstes ernstlich bitten: „Herr, bewahre mich vor der Überlistung Satans und erhalte mich in der Wachsamkeit und unter der Deckung des Blutes Christi, dass ich nicht anderen predige und selbst verwerflich werde.“

5. Zuletzt, und das ist besonders wichtig, das Wichtigste: Wir müssen haben und erbitten ein priesterliches Herz, ein Herz nach Gottes Herzen und nach dem Herzen unseres Hohenpriesters Jesus Christus, dass wir in unserem Wächterdienst nicht nur den Ernst Gottes und sein Gericht über die Sünde den Menschen vorhalten, sondern immer zugleich und als das Ziel all unseres Mahnens die Güte und das Erbarmen Gottes, der nicht will, dass der Sünder sterbe, sondern dass er sich bekehre und lebe. Wir dürfen nie vergessen, dass wir nicht zu Richtern über unsere Mitmenschen gesetzt sind. Wie dürfen wir einen anderen richten um seiner Sünde willen, wo wir doch selbst ganz und gar von Gottes Gnade und Vergebung leben? Gott will, dass wir bei unserem Wächterdienst ein priesterliches Herz haben, das sich mit unter die Schuld des anderen beugt und für ihn und mit ihm ringt, um ihn für Gott und für Christus zu gewinnen, der für uns alle gestorben ist und dessen Blut rein macht von allen Sünden.

Pastor Adolf Essen, Direktor der Evangelischen Gesellschaft, in: „Mitteilungen der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland“, 1935, auszugsweise S. 84 – 89.
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Eine neue Folge ist online.
Der rechte Mann am rechten Platz

Nichts ist trauriger in seinen Folgen, nichts erschüttert die Gemeinde oder ein Reichgotteswerk mehr, als wenn an die Leitung Personen gestellt werden, zu deren Berufung Gott nicht sein Ja und Amen geben kann. Nachher muss dann solch unrechter Mann am unrechten Platz weggebetet werden. Er muss oft weggerichtet werden, und das sind furchtbare Dinge, die für Jahre und Jahrzehnte ein Werk lahmlegen können und die nach außen hin der Welt und dem Feinde Anlass zum triumphieren geben. O welch Jammer steht hier vor einem auf, wenn man die Dinge kennt, wie sie in gläubigen Kreisen vorliegen!

Wenn aber der Geist der rechte ist und wenn der rechte Geist die rechte Atmosphäre schaffen kann und die rechte Art herbeiführen, in der man sich aufrichtig unter Gottes Entscheidung stellt und die rechte Stellung dazu zu gewinnen sucht, dann wird auch das Ergebnis sein, dass der rechte Mann an den rechten Platz kommt.

Alfred Roth, An den Quellen des Reiches Gottes, 1929, S. 39.
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Russland: Weitere Baptistengemeinden verboten

David Cloud

Der folgende Auszug stammt aus “Russia Bans,” Christianity Daily, Nov. 22, 2025:

„Russische Gerichte haben drei weitere Baptistenkirchen verboten, die dem Verbund von Baptistengemeinden in der südlichen Region Krasnodar angehören. Dies ist Teil einer umfassenderen Kampagne der Regierung gegen nicht registrierte Gemeinden im ganzen Land. Laut Forum 18 News Service wurde den Gemeinden in Timaschowsk, Armawir und Tuapse Veranstaltungen untersagt, sofern sie die Behörden nicht formell über ihre Aktivitäten informieren – eine Forderung, die die Glaubensgemeinschaft aus Prinzip ablehnt. Der Rat Baptistengemeinden, die während der Sowjetzeit entstand, argumentiert, dass die Registrierung einen staatlichen Eingriff in das religiöse Leben darstelle und weder durch russisches Recht noch durch die Verfassung vorgeschrieben sei. … Das Gericht der Stadt Tuapse verbot am 22. September ebenfalls die örtliche Baptistengemeinde, nachdem der Inlandsgeheimdienst FSB gemeldet hatte, dass die Gruppe religiöse Veranstaltungen mit Minderjährigen und Besuchern aus anderen Regionen und Ländern abgehalten habe. … Mit diesen jüngsten Urteilen erhöht sich die Gesamtzahl der seit Anfang 2024 in Russland verbotenen Baptistengemeinden auf zehn, wie International Christian Concern (ICC) berichtete.

Friday Church News Notes, 5. Dezember 2025/O TIMOTHY Magazine, Volume 43 Issue 01, David W. Cloud, S. 16.

Deutsche Übersetzung: Georg Walter
Copyright: David Cloud ▪️ www.wayoflife.org
Übersetzung mit freundlicher Genehmigung
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