Predigt.Archiv
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Bibeltreue und gottesfürchtige Predigten und Bücher für die Endzeit. Zurüstung und Glaubensstärkung für jene, die am Ende zu den Überwindern gezählt werden wollen.

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Die umwandelnde Kraft des Geistes Gottes

Die in der Apostelgeschichte mitgeteilten Reden lassen erkennen, dass dieser wesentliche Kern des Evangeliums niemals fehlte. Nichts zu verwischen, zu verschleiern, zu verschweigen und auszulassen von dem, was
zum Evangelium gehört, das ist die Aufgabe jedes Predigers. Verkündigen soll er die großen Taten Gottes, zu denen der Hörer Stellung zu nehmen hat. So wird die Verkündigung eine Entscheidung bewirken, sei es zum Leben oder zum Tode (2. Kor. 2, 16), zur Errettung oder zum Untergang (1. Kor. 1, 18).

Sören Kierkegaard bemerkt mit Recht: „Die christliche Predigt ist heutzutage hauptsächlich ‚Betrachtung‘ geworden: ,Lasst uns in dieser Stunde betrachten‘, ‚ich lade meine Zuhörer ein, mit mir zu betrachten, wie‘ ... ,der Gegenstand unserer Betrachtung ist‘ usw. Aber ,Betrachten‘ kann in einem Sinne bedeuten, dass man zu etwas (zu dem nämlich, was man betrachten will) ganz nahe hintritt, in einem anderen Sinne aber, dass man sich von etwas sehr fern, unendlich fern hält, nämlich persönlich. So hat die Predigt der Gegenwart durch ihre Vorliebe für die ,Betrachtung‘ und die ‚Betrachtungen‘ das abgeschafft, was in der Predigt christlich das Entscheidende ist, nämlich das Persönliche, das ‚du und ich‘, dass ein Redender da ist und ein Angeredeter.“

Die Verkündigung des Evangeliums darf also nicht zu einer unpersönlichen Betrachtung herabsinken, sonst verliert sie ihren Zeugnischarakter und, anstatt die Ausrichtung einer göttlichen Botschaft und eine persönliche Anrede zu sein, wird sie zu einer Beschreibung und einem leblosen Bericht.

In unserer Zeit tritt es deutlich genug zutage, dass nicht jahrhundertelange Erziehung und Gewöhnung, nicht der
äußere Zwang der Sitte und Bildung, nicht Belehrung und Aufklärung die Völker zu christlichen Völkern machen konnte. Es gibt auch heute keinen anderen Weg, kein anderes Mittel, keine andere und bessere Methode, als wir sie aus dem Neuen Testament kennenlernen. Ohne die umwandelnde Kraft des Geistes Gottes, der durch das Wort, d. i. durch die Verkündigung der durch Jesus Christus vollbrachten Erlösung und der so ermöglichten Befreiung und Erneuerung des Menschen die einzelnen zu Christo führt, wird niemand ein Christ im Sinne des Neuen Testamentes. Wer gibt uns ein Recht, jedermann in der sogenannten Christenheit als einen Christen anzureden und zu behandeln? Die oft gehörte Rede vom Abfall ist unberechtigt. Da, wo in Wirklichkeit nie ein persönliches Erleben Gottes stattfand, nie ein persönliches Verhältnis des Glaubens bestand, kann von einem Abfall nicht geredet werden, vielmehr von einem Offenbarwerden des wirklichen Zustandes (1Jo 2, 19).

Johannes Warns, 500 Entwürfe zu biblischen Ansprachen, Ährenlse Verlag, Bern, 1932, S. S. 10-11.
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Reif werden

"Merkwürdiges Ding, dieses Menschenherz! Reifer sein möchte es schon als andere; aber Reifwerden kostet zuviel Enttäuschung und Herzweh, zuviel Hitze und Trockenheit. Daher sah ich so viele alte Christen sich sträuben gegen das Reifwerden!

Unreif können aber die Weizenkörner weder aufbewahrt werden noch auch als Same ausgesät werden. Alle Frucht muß wieder Same werden. Und da kommen sie sich todunglücklich vor, wenn der Lebensweg stiller wird und die Sinne nachlassen.

Es dreht sich doch nicht um ein langes Schlürfen an dem Erdenbrunnen, sondern um das Ausreifen der Persönlichkeit. Unter einem Regenschirm oder einem Schutzdach aus Brettern reift kein Weizen, sondern nur unter Sonnenglut.

Also sprich zu deiner Seele: Was betrübst du dich, wo du danken und jauchzen solltest! Reifsein ist das letzte Ziel, die letzte Aufgabe! Gott sei Dank für jedes Angreifen davon!"

Von: Samuel Keller
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Die Mitternacht der Weltgeschichte

von Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)

Wenn ich manchmal abends nicht einschlafen kann, und die Uhr «zwölf» schlagen höre, bewegt es mich immer, dass unwiederbringlich ein Tag zu Ende gegangen ist.

So wird auch für die Weltgeschichte eine Mitternachtsstunde kommen.

Da wird es sehr dunkel sein

Der Herr Jesus hat uns sehr deutlich das Hereinbrechen der Nacht geschildert. Da werden politisches Chaos, wirtschaftliches Durcheinander und religiöse Verwirrung die Menschen ratlos machen. In dieser unheimlichen Welt werden die Menschen sich nur noch um sich selber kümmern, gierig nach Essen, Trinken und Erotik. Und die Knechte Gottes werden innerlich schläfrig werden. Ja, und dann kommt die Mitternachtsstunde heran. Da wird es unheimlich finster sein.

Der Herr Jesus sagt: «Sonne und Mond werden ihren Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen.»

Es kann sein, dass der Herr hier von großen Naturkatastrophen redet. Die festen Naturordnungen, mit denen die Menschen so sicher rechneten, verschwinden, und das völlige Chaos bricht heran wie eine Flut. Es kann sein, dass Jesu Wort so zu verstehen ist. Aber nach meinem Verständnis der Bibel dürfen wir noch nach einem tieferen Sinn suchen. In der biblischen Bildersprache bedeutet die Sonne den Herrn Jesus Christus. «Die Sonne verlor ihren Schein.» Da hat die Welt Jesus völlig verworfen, und es wird eine Jesus-lose Welt sein. Da gibt es keinen Trost für die Sterbenden. Da weiß man nicht mehr, dass der Mensch ein Gedanke Gottes ist. Er ist nur noch «Material». Das ist dann eine Welt ganz ohne Liebe und Barmherzigkeit. Das ist die gnadenlose Welt - ähnlich dem heutigen Straßenverkehr: Jeder achtet nur auf sein eigenes Vorwärtskommen. Da wird nicht mehr gebetet, nur noch geflucht. Wenn die Sonne Jesus ihren Schein verloren hat, hört man nur noch das Gelächter Satans über einer entseelten Welt. ...

…weiterlesen hier: https://info2.sermon-online.com/german/WilhelmBusch/Die_Mitternacht_Der_Weltgeschichte.pdf
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Vielen Dank für die rege Teilnahme an den 2 Umfragen!

Auf die erste Frage (ob wir heute wacher und widerstandfähiger gegen Irrlehren und verführerischen Ideologien sind als frühere Generationen) waren sich 95 % von euch einig: Nein. Oder zumindest teils/teils.

Und auf die zweite (was die größte Herausforderung im Glaubensleben heute ist) habt ihr geantwortet: an erster Stelle die Kämpfe gegen das eigene Fleisch (43 %), dicht gefolgt von geistlichen Verführungen (41 %). Zählt man die ideologischen Verführungen (14 %) dazu, sagt über die Hälfte von euch: Die größte Gefahr liegt in der Verführung.

Genau diese beiden Fragen hat sich schon einmal jemand gestellt. Es war Alfred Roth, im Jahr 1947, kurz nach dem Ende einer Zeit, in der auch viele gläubige Christen der menschenverachtenden Ideologie des 3. Reichs gefolgt waren.

Sein Buch trägt einen Titel, der genau das aufgreift, was ihr in dieser Woche selbst beschrieben habt:

NEBEL
Geistliche und ideologische Verführungen erkennen und ihnen widerstehen

Roth begnügt sich nicht mit dem Rückblick. Er warnt: Die Mächte, die einst wirkten, sind nicht verschwunden – sie warten, anders kostümiert, auf ihre Stunde. So ist dieses Buch kein bloßes Zeitdokument, sondern eine bleibende Schule der Unterscheidung der Geister.

Ergänzt um die Betrachtung »Von den kommenden Dingen« lädt dieser Band dazu ein, in unruhiger Zeit wachsam zu bleiben – und das Licht der Wahrheit auch dort zu suchen, wo der Nebel am dichtesten steht.

Ein Buch, dass gerade auch für die heutige Zeit eine Hilfestellung bietet, wo sich Irrlehren und Ideologien wieder die Hände reichen und man in einen ähnlichen geistlichen Nebel hineinsteuert.

📖 Das Buch ist ab sofort bei Amazon.de und Leseplatz.de erhältlich. (Leseprobe gibt es auf www.edition-predigtarchiv.de)

Der Autor:
Alfred Roth (1882 – 1950) war Reiseprediger in Nordhessen und Vorsitzender des Hessen-Nassauischen Gemeinschaftsvereins. Als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus geriet er ins Visier der Gestapo, die ihm schließlich jede schriftstellerische Arbeit untersagte. Mit „Nebel“ legte er 1947 eine der frühesten geistlichen Aufarbeitungen jener Jahre vor.
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Im Bibelpark Waldachtal aufgenommen.
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VERFÜHRUNG  DURCH  MYSTIK
 
Rudi Holzhauer
 
Wer über das Wesen und den Charakter abseitiger Geistesströmungen Aufschluss und Antwort erhalten will, tut gut daran, bis zu den geschichtlichen Anfängen zurückzugreifen. Anfang, Entwicklung und Ende einer Sache stehen immer in einem aufschlussreichen Zusammenhang. Gerade uns, die wir uns als die Glieder am Leibe Christi verstehen, könnte es dienlich sein, wenn wir uns ein wenig mehr mit der Krankheitsgeschichte der Kirche vertraut machten. Dies könnte uns vor mancher Infektion durch betrügerische Mächte auf dem religiösen Sektor bewahren.
 
Das christliche Schwärmertum ist so alt wie die Gemeinde Gottes selbst. In meiner ersten Schrift „Prüfet die Geister“ haben wir uns mit den warnenden Stimmen unseres HERRN und der Apostel eingehend beschäftigt und auch kurz auf die frühen Einbrüche des Schwarmgeistes in der Zeit des Werdens der Kirche hingewiesen, wie sie uns im Montanismus und bei den Donatisten begegneten. Ehemalige „Zauberer“ aller Schattierungen, die (wie z.B. Montanus) ohne Buße über ihre diesbezüglichen Lehren das Christentum annahmen, traten hier nun als „Propheten“ auf, und richteten unerkannt, von Satan betrogen, großen Schaden in Erweckungsgebieten an. Das müssen wir bis in unsere Tage hinein immer wieder erleben. Leider wird das von vielen, oft selbst zur Schwärmerei neigenden, verantwortlichen Beobachtern nicht oder erst zu spät erkannt.
 
Nachstehend soll uns das Wiedererwachen dieses Geistes, der unterschwellig immer vorhanden war, bei seinem erneuten Auftauchen in der mittelalterlichen Mystik, in der Reformationszeit und bis hinein in die Gegenwart andeutungsweise beschäftigen.
 
Schwärmerei ist oft der satanische Gegenzug beim Aufbrechen geistiger Erweckungen, vielfach, weil diese bereits lehrmäßig den Keim der Verführung in sich trugen. Da der Feind mit Doppelstrategie arbeitet, versucht er mithilfe zum Teil guter biblischer Lehre und gleichzeitig mit falschen „Zeichen und Wundern“ (2Thess. 2,9) Erweckungsbewegungen vorzutäuschen oder sie zu unterlaufen. Das gilt es zu erkennen, wenn man den jeweiligen Stand der Dinge auf christlich-religiösem Gebiet richtig einordnen und beurteilen will.
 
Das Charakteristische aller Verführung ist, dass sie den Grundbedürfnissen des seelisch-religiösen Menschen entgegen kommt:
 
a) Dem religiösen Leistungsdenken mit dem Ziel einer besseren Gerechtigkeit und gesteigerten Heilssicherheit.
b) Dem Streben nach Beachtung und Vollmacht durch übernatürliche Gaben und Kräfte
c) Der Sucht nach außergewöhnlichen Erlebnissen mit dem Ziel einer mystischen Vereinigung mit Gott.
 
Die Opfer der Verführung finden wir in allen Gesellschaftskreisen und Bevölkerungsschichten. Leider setzt man sich – oft um einer falsch verstandenen „Liebe“ willen – mit diesem Problemkreis nicht eher auseinander, bis man selbst damit in unangenehmster und schmerzhaftester Weise konfrontiert wird. Nach meiner Erfahrung ist die Hauptursache der Unterwanderung der Gemeinde Jesu durch den endzeitlichen Irrgeist, die pfingstlich-okkultistische Literaturschwemme. Die faszinierenden „Wunderbücher“ mit okkulten Jenseitserfahrungen werden auch in scheinbar nüchternen Gemeindekreisen unkritisch gelesen und oft von Hand zu Hand weiter gereicht. Das verführerische Geistesgut wird auf solche Weise illegal eingeschleust.
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"Denn wer das ganze Gesetz ‹bewahren und› halten, aber in einem [Gebot] fehlen wird, ist in allem schuldig geworden."
Jakobus 2,10
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Darum...
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