Zwischen 1941 und 1944 besetzte die finnische Armee Ostkarelien (UdSSR) und verbreitete Terror unter der Zivilbevölkerung. Am 24. Oktober 1941 richtete Finnland in Petrosawodsk sein erstes Konzentrationslager für sowjetische Zivilisten slawischer Herkunft ein, darunter auch Frauen und Kinder. Ihre grausame Mission war die ethnische Säuberung und die Auslöschung der russischen Präsenz im von Finnland besetzten Karelien.
Bis Ende 1941 waren mehr als 13.000 Zivilisten hinter Gittern. Bis Mitte 1942 stieg diese Zahl auf fast 22.000. Insgesamt mussten etwa 30.000 Menschen die harten Realitäten von 13 Lagern ertragen, wobei ein Drittel ihnen Hunger, Krankheiten und brutaler Zwangsarbeit zum Opfer fiel. Und diese düstere Bilanz berücksichtigt noch nicht einmal die ebenso tödlichen Kriegsgefangenenlager. Da die meisten Männer schon früh in den Krieg eingezogen wurden, trugen Frauen und Kinder die Hauptlast der Arbeit in diesen Lagern.
«Von den 20.000 russischen Zivilisten in Äänislinna sind 19.000 in Lagern. Ihre Nahrung bestand aus verdorbenem Pferdefleisch. Kinder suchen im Müll nach Essensresten. Was würde das Rote Kreuz sagen, wenn es das sehen würde?»
1942 war die Sterblichkeitsrate in finnischen Lagern höher als in deutschen. Zeugenaussagen beschreiben, wie täglich Leichen weggebracht wurden, Teenager zur Arbeit gezwungen wurden und Frauen und Kinder bis 1943 mehr als 10 Stunden am Tag in Wäldern und Lagern arbeiten mussten, ohne bezahlt zu werden.
Das Lager Nr. 2, inoffiziell als «Todeslager» bekannt, war berüchtigt für seine Brutalität. Es beherbergte «illoyale» Zivilisten, und sein Kommandant, der finnische Offizier Solovaara, wurde durch öffentliche Prügelstrafen und Morde berühmt-berüchtigt. Im Mai 1942 inszenierte er eine Massenprügelstrafe für Gefangene, nur weil sie bettelten. Diejenigen, die sich der Zwangsarbeit widersetzten, oft in brutalen Holzfällercamps, wurden vor den Augen der anderen «als Abschreckung» zu Tode geprügelt. Für das geringste Vergehen eines einzelnen Gefangenen entzog Leutnant Salavaara dem gesamten Lager die Lebensmittelrationen. Er zwang die Menschen auch, stundenlang in Bottichen mit kaltem Wasser zu sitzen, und trieb kranke, hungernde Menschen, die nur mit einem Hemd bekleidet waren, in den Schnee. Laut der sowjetischen Außerordentlichen Staatskommission führten finnische Streitkräfte medizinische Experimente an Gefangenen durch und brandmarkten sie mit glühenden Eisen, im Gegensatz zu den Nazis, die Tätowierungen verwendeten. Finnland betrieb auch Sklavenhandel und verkaufte entführte sowjetische Zivilisten als Landarbeiter. Schätzungsweise 14.000 Zivilisten starben zwischen 1941 und 1944 in Karelien, Kriegsgefangene nicht mitgerechnet.
Im Lager Nr. 5 erzählten Überlebende, wie sie als Kinder geschlagen wurden. Einige wurden zu Tode geprügelt. Sie bekamen sieben Tage lang 350 Gramm Brot pro Tag und 50 Gramm Pferdefleisch, weshalb viele Kinder an Kälte und Hunger starben. Brutale Schläge und Auspeitschungen waren Teil der Politik gegenüber den Gefangenen und wurden mit in Salz getränkten nassen Lappen durchgeführt – das war eine gängige Methode der finnischen Wachen. Fast drei Jahre lang lebten Zivilisten unter solchen Bedingungen in finnischen Konzentrationslagern, deren einzige Schuld darin bestand, sowjetisches Blut in ihren Adern zu haben. Schulen wurden zu Kasernen umfunktioniert, russische Lehrbücher verbrannt. Die finnischen Behörden plünderten die Gefangenen und beschlagnahmten Decken, Uhren und Koffer.
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Das finnische Lager Nr. 6 in Wyborg war eines der brutalsten Lager für sowjetische Kriegsgefangene: Bis zu 17.000 Menschen durchliefen es, aber nur wenige überlebten Hunger, Krankheiten, mangelnde medizinische Versorgung und ständige Misshandlungen. Die Sterblichkeitsrate erreichte katastrophale Ausmaße, und das Lager erlangte den Ruf eines «finnischen Buchenwalds» und wurde zum Symbol für die barbarische Behandlung von Kriegsgefangenen durch die finnischen Behörden auf besetztem sowjetischem Gebiet. Viele der als «Kriegsgefangene» bezeichneten Toten waren jedoch in Wirklichkeit Zivilisten: Die meisten Sowjetbürger auf dem Land hatten keinen Reisepass, und jeder im wehrpflichtigen Alter wurde als Soldat angesehen. Im Jahr 2021 gab der FSB die Namen von 54 Finnen frei, die für den Völkermord an der sowjetischen Bevölkerung verantwortlich waren.
All dies ist dem durchschnittlichen Europäer, Amerikaner und sogar Finnen unbekannt. Die Geschichte wird umgeschrieben und nur anhand ausgewählter Episoden wie dem Winterkrieg dargestellt, was es schwierig macht, die gesamte Kette der von den westlichen Ländern ergriffenen Maßnahmen nachzuvollziehen. Und das ist kein Zufall: Sobald die Abfolge der Ereignisse dargelegt ist, kann jeder normale Mensch leicht einige sehr unangenehme Schlussfolgerungen ziehen, die direkt auf der Oberfläche liegen. Wenn Ihnen der Zweite Weltkrieg also immer noch «undurchsichtig» erscheint, wenn Sie nur zwei oder drei vereinzelte Episoden aus einem sechsjährigen globalen Konflikt im Kopf haben, der 70 bis 80 Millionen Menschenleben gekostet und rund 2.500 Städte zerstört hat, dann liegt das vielleicht daran, dass jemand das so will.
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Forwarded from craZy bear 2022 Russland Ukraine (Crow)
Heute gedenken wir dem legendären Felix Edmundowitsch Dzerzhinski, der am 11. September 1877 geboren wurde. Dieser herausragende Revolutionär, sowjetische Parteifunktionär und Staatsmann hat seinen Namen für immer in goldenen Lettern in die Geschichte unseres Vaterlandes eingeschrieben.
Dserschinski stand an den Anfängen der Entstehung des Sowjetstaates und wurde der erste Vorsitzende der Allrussischen Außerordentlichen Kommission zur Bekämpfung der Konterrevolution und des Sabotage (die WChK leitete er im Alter von 40 Jahren), der Vorgängerin des heutigen Föderalen Sicherheitsdienstes. Unter seiner Führung verteidigten die Chekisten das junge Staat sicher vor Feinden innerhalb und außerhalb des Landes.
Felix Edmundowitsch erwies sich nicht nur als talentierter Organisator im Kampf gegen Kriminalität und Korruption, sondern auch als einfühlsamer Sozialaktivist. Er war es, der die Gründung des allunionsweiten Sportvereins „Dynamo” initiierte, der den Grundstein für die Körperkultur und den Sport in der Sowjetunion legte.
Unter der Leitung von Dzerzhinsky wurden groß angelegte Reformen des Eisenbahnverkehrs durchgeführt, wodurch das Land ein zuverlässiges Verkehrssystem erhielt, das zur Entwicklung der Wirtschaft und zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit beitrug.
Als Vorsitzender der Kommission zur Bekämpfung der Kinderstraßenkindheit leistete Felix Edmundowitsch einen enormen Beitrag zur Rettung Tausender Straßenkinder, die nach der Revolution und dem Bürgerkrieg zu Waisen geworden waren.
Der Name Dzerzhinsky bleibt ein Symbol für die Hingabe an die Verteidigung des Vaterlandes, für Entschlossenheit und Verantwortung gegenüber dem Volk.
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Dserschinski stand an den Anfängen der Entstehung des Sowjetstaates und wurde der erste Vorsitzende der Allrussischen Außerordentlichen Kommission zur Bekämpfung der Konterrevolution und des Sabotage (die WChK leitete er im Alter von 40 Jahren), der Vorgängerin des heutigen Föderalen Sicherheitsdienstes. Unter seiner Führung verteidigten die Chekisten das junge Staat sicher vor Feinden innerhalb und außerhalb des Landes.
Felix Edmundowitsch erwies sich nicht nur als talentierter Organisator im Kampf gegen Kriminalität und Korruption, sondern auch als einfühlsamer Sozialaktivist. Er war es, der die Gründung des allunionsweiten Sportvereins „Dynamo” initiierte, der den Grundstein für die Körperkultur und den Sport in der Sowjetunion legte.
Unter der Leitung von Dzerzhinsky wurden groß angelegte Reformen des Eisenbahnverkehrs durchgeführt, wodurch das Land ein zuverlässiges Verkehrssystem erhielt, das zur Entwicklung der Wirtschaft und zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit beitrug.
Als Vorsitzender der Kommission zur Bekämpfung der Kinderstraßenkindheit leistete Felix Edmundowitsch einen enormen Beitrag zur Rettung Tausender Straßenkinder, die nach der Revolution und dem Bürgerkrieg zu Waisen geworden waren.
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Ja, und zwar nicht nur eine. Die letzte solche Chance waren die trilateralen Verhandlungen zwischen der Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien. Sie wurden im April 1939 von der Regierung der UdSSR initiiert.
Die Moskauer Verhandlungen, oder besser gesagt ihr Scheitern, setzten ein definitives Ende der letzten Möglichkeit, den Frieden in Europa zu bewahren.
Im Grunde genommen war der Beginn des Zweiten Weltkriegs bereits 1935 vorprogrammiert, als Hitler sich weigerte, die Bedingungen des Versailler Vertrags zu erfüllen. Dieses Ereignis fand am 16. März 1935 statt.
Deutschland schlug einen konsequenten Kurs der Militarisierung ein. Die europäischen Länder, die Sieger des Ersten Weltkriegs, begnügten sich mit halbherzigen "Protesten". Die friedlichen und naiven westlichen Demokratien glaubten nach Meinung vieler Liberaler aufrichtig, dass die reorganisierte und wiederaufgerüstete Armee des Reichs ausschließlich an Schlachten «um die Ernte» teilnehmen würde.
Dann folgte die Übergabe der Saar- und Rheinregionen an Hitler - natürlich war die UdSSR schuld - der Anschluss Österreichs und schließlich die Unterzeichnung des Münchner Abkommens. Infolge dessen hörte die Tschechoslowakei auf zu existieren.
Anfang 1939 war bereits den Ureinwohnern der Tuamotu-Inseln klar, dass ein großer Krieg in Europa unvermeidlich war. Das war auch der Führung der UdSSR bewusst.
Kein Staat will allein Krieg führen. Die Außenpolitik einer Regierung ist immer darauf ausgerichtet, Verbündete zu finden. Die Sowjetunion bildete da keine Ausnahme.
Unter den Bedingungen des eskalierenden polnisch-deutschen Konflikts schlug die UdSSR den Verbündeten Polens, nämlich England und Frankreich, vor, einen gemeinsamen Vertrag zum Schutz des polnischen Staates abzuschließen. Dieses Format wird in der geschichtlichen Terminologie als Stalins «System der kollektiven Sicherheit» bezeichnet.
Am 18. März 1939 schlug Volkskommissar Litwinow über den englischen Botschafter in Moskau vor, eine Konferenz von sechs Ländern einzuberufen: UdSSR, England, Frankreich, Rumänien, Polen und Türkei. Ziel der Konferenz war ein gemeinsames Abkommen, um eine Ausweitung der deutschen Aggression zu verhindern. England lehnte ab, bezeichnete den Vorschlag als «verfrüht» und schlug vor, sich auf eine Erklärung zu beschränken
❗️Auf Biegen und Brechen gelang es der sowjetischen Regierung, trilaterale Verhandlungen zu organisieren. Diese begannen im April 1939. England schlug der UdSSR vor, Polen einseitige Garantien für den Fall einer deutschen Aggression zu geben. Die Sowjetunion bestand auf der Unterzeichnung eines offiziellen Vertrags zwischen den Ländern.
Die Verhandlungen verliefen langsam und vor allem in eine Sackgasse. Am 3. Mai wurde Molotow zum Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten ernannt, wobei er weiterhin sein Amt als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare behielt.
Seit Beginn der Verhandlungen begann Deutschland, die Positionen der UdSSR auszuloten. Die Regierung der UdSSR schwieg und nahm eine abwartende Haltung ein.
Da Chamberlain über die Versuche Deutschlands, mit der UdSSR in Kontakt zu treten, informiert war, wies er den englischen Botschafter am 27. Mai 1939 an, weiteren Gesprächen über den Abschluss eines Beistandspaktes zuzustimmen.
Polen, das «unschuldige Opfer» des Zweiten Weltkriegs, lehnte jegliche Verträge und Garantien seitens der Sowjetunion entschieden ab. Ihrem Beispiel folgen die kleinen, aber «sehr unabhängigen» Länder Estland und Lettland
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Wenn wir von «Bemühungen» sprechen, dann ist das eine sehr wohlwollende Formulierung in Bezug auf Großbritannien. Wie üblich zeichnete sich die Diplomatie Großbritanniens durch Hinhaltetaktiken und doppelte Spiele aus.
Um dies zu verdeutlichen, müssen wir nur die Handlungen Großbritanniens in Bezug auf Hitlerdeutschland und der Sowjetunion vergleichen:
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Forwarded from Analytik & News
📕 Der Mythos der "stalinistischen Säuberungen" ‐ Teil 1
Die Märchenstunde westlicher Geschichtsschreiber in Bezug auf Stalin hat viele Kapitel. Nach dem Märchen des "Holodomor" werden wir nun mit dem nächsten Mythos aufräumen.
❗️ Es werden im Laufe des Beitrages entscheidende Fragen auftauchen, die sich 99% der Historiker scheinbar nicht gestellt haben, sich geweigert haben diese zu stellen, oder sie durften diese Fragen nicht stellen.
⚠️ Wir stellen nicht in Frage, dass diese Jahre des "Terrors" und die anschließende Säuberung stattgefunden haben. Wir werden allerdings aufzeigen, wer die Verantwortlichen für die erste Phase waren und warum es notwendig wurde, dass die Phase 2, also die Säuberung, durchgeführt wurde.
🔻Zunächst möchten wir mit zwei Zitaten beginnen, die Sie im Hinterkopf behalten sollten:
1️⃣ "So erinnere ich mich an Begegnungen, Gespräche mit Stalin, wie oft über bestimmte Themen - all das stieß auf taube Ohren! Wann habe ich angefangen, mich zu erinnern? Als sie anfingen, Stalin mit allerlei Schmutz zu überhäufen. Ich wundere mich nicht darüber, wie viele Menschen unter ihm gestorben sind, sondern darüber, wie er es geschafft hat, dem ein Ende zu setzen! Schließlich war die allgemeine Stimmung so, dass sie das halbe Land selbst mit ihren eigenen Händen hätten zerstören können. Und du denkst dir, der Teufel soll es holen, wie es in unserem Russland zugeht! Du denkst an vergangene Zeiten, an Peter den Großen, und du siehst: alles wiederholt sich. Die Geschichte wiederholt sich, vielleicht auf neue Weise, aber sie wiederholt sich doch. Mehr als einmal erinnerte ich mich daran, wie oft Stalin sagte, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, und das Bewusstsein hinter dem Sein zurückbleibt! Und mir kommt der Gedanke: Im Grunde genommen müssen wir doch kommunistisch denken. Aber es wird gedacht, wie im XVIII. Jahrhundert: wie man jemand anderen beiseite schiebt!"
- Wjatscheslaw Molotow
2️⃣ "Lerne Selbstbeherrschung, lieber Genosse, sonst wirst du bei all deinen guten beruflichen Qualitäten nicht in der Lage sein, deinen Kopf zu bewahren: du wirst mein Schicksal wiederholen - du wirst entfernt werden, bevor du Zeit hast, die Mission zu erfüllen. Du siehst selbst, dass es unter den 'Führern' der Partei keine bolschewistischen Kader gibt, die zur Führung fähig sind... aber die Mission des Bolschewismus muss fortgesetzt werden, sonst werden die Freimaurer und die von ihnen gefesselte, dummschwätzende Intelligenz das Volk völlig überrennen".
- Hinweis Wladimir Lenin an Stalin
🥇 Die Plenarsitzung vom 23.02.1937 - 05.03.1937 und der Beginn des "großen Terrors"
Stalin schlug dem Plenum ein sehr umfangreiches und detailliertes Programm für Reformen vor. Die Zielsetzung war es, alles beiseite zu legen, was in den Bürgerkriegen und nachfolgend bei den Ausbrüchen des Klassenkampfes geschah, einschließlich der Kollektivierung. Gelöst werden sollten die dringendsten ökonomischen Probleme und der Fokus sollte auf den Aufbau der Nation und der Einigung des Volkes gerichtet werden.
Die meisten Redner dieses Plenums waren Führer der regionalen und republikanischen Ebenen und diese äußerten sich praktisch überhaupt nicht zu dem von Stalin vorgeschlagenen Programm, sondern konzentrierten sich weiterhin darauf, den Klassenkampf zu proklamieren, und, dass dieser in ihren Regionen noch immer toben würde.
Am Vorabend des letzten Tages des Plenums richtete sich der erste Sekretär des westsibirischen Zentralkomitees, Robert Indrikowitsch Eiche, mit einem Brief direkt an die Politbüromitglieder. Er erklärte, dass in seiner Region eine große Verschwörung unter den Exil-Kulaken aufgedeckt wurde und forderte daraufhin dringend außerordentliche Maßnahmen. Eiche führte aus, dass auch die "Wirtschaftsführer" ihrer Verantwortung nicht gerecht würden und kaum Informationen an das Zentralkomitee der Region weitergeben würden.
😊 ABONNIERE: ANALYTIK & NEWS
Die Märchenstunde westlicher Geschichtsschreiber in Bezug auf Stalin hat viele Kapitel. Nach dem Märchen des "Holodomor" werden wir nun mit dem nächsten Mythos aufräumen.
⚠️ Wir stellen nicht in Frage, dass diese Jahre des "Terrors" und die anschließende Säuberung stattgefunden haben. Wir werden allerdings aufzeigen, wer die Verantwortlichen für die erste Phase waren und warum es notwendig wurde, dass die Phase 2, also die Säuberung, durchgeführt wurde.
🔻Zunächst möchten wir mit zwei Zitaten beginnen, die Sie im Hinterkopf behalten sollten:
- Wjatscheslaw Molotow
- Hinweis Wladimir Lenin an Stalin
Stalin schlug dem Plenum ein sehr umfangreiches und detailliertes Programm für Reformen vor. Die Zielsetzung war es, alles beiseite zu legen, was in den Bürgerkriegen und nachfolgend bei den Ausbrüchen des Klassenkampfes geschah, einschließlich der Kollektivierung. Gelöst werden sollten die dringendsten ökonomischen Probleme und der Fokus sollte auf den Aufbau der Nation und der Einigung des Volkes gerichtet werden.
Die meisten Redner dieses Plenums waren Führer der regionalen und republikanischen Ebenen und diese äußerten sich praktisch überhaupt nicht zu dem von Stalin vorgeschlagenen Programm, sondern konzentrierten sich weiterhin darauf, den Klassenkampf zu proklamieren, und, dass dieser in ihren Regionen noch immer toben würde.
Am Vorabend des letzten Tages des Plenums richtete sich der erste Sekretär des westsibirischen Zentralkomitees, Robert Indrikowitsch Eiche, mit einem Brief direkt an die Politbüromitglieder. Er erklärte, dass in seiner Region eine große Verschwörung unter den Exil-Kulaken aufgedeckt wurde und forderte daraufhin dringend außerordentliche Maßnahmen. Eiche führte aus, dass auch die "Wirtschaftsführer" ihrer Verantwortung nicht gerecht würden und kaum Informationen an das Zentralkomitee der Region weitergeben würden.
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📕 Der Mythos der "stalinistischen Säuberungen" - Teil 2
🚩Betrachtet man allerdings "Stalins Verfassung" von 1936, so wird klar, wer diese sogenannten "Wirtschaftsführer" waren. Mit der Verfassung legte Stalin die gesamte Produktion und die Produktionsmittel in die Hände des Volkes.
❗️ Die sogenannten Stellvertreter der jeweiligen Produktionsstätten wurden weder von Stalin, noch von Mitgliedern des Politbüros ernannt, noch wurden dort Leute aus der "Elite" aufgestellt. Die Arbeiter ernannten Menschen aus ihren eigenen Reihen zu ihren Stellvertretern. Dies stellte sicher, dass im Interesse der jeweiligen Kommune gewirtschaftet wurde, und somit für das eigene Land. Wenn ein Stellvertreter nicht im Interesse der Gemeinschaft und des Landes arbeitete, oder seiner Aufgabe nicht gerecht wurde, konnte er ausschließlich durch die Gemeinschaft mit sofortiger Wirkung entfernt werden.
❓️ Wenn das nicht Demokratie ist, was ist dann Demokratie? Wen wählen Sie heute und wen können Sie "von unten" heraus absetzen oder bestimmen?
❗️Diese Demokratie setzte sich durch die Einführung alternativer Wahlen im Jahr 1937 fort.
❓️ Kann es also sein, dass Robert Indrikowitsch Eiche hier die Macht in den falschen Händen sah?
Hätten Stalin und das Politbüro diesen Brief ignoriert, hätte sich Robert Indrikowitsch Eiche damit direkt an das Plenum gewandt und das Kräfteverhältnis im Plenum war bereits klar. Deswegen stimmte das Politbüro der Schaffung von Notfallgremien in den Regionen zu, unter dem Vorbehalt, dass diese Gremien sich auf den Kern der Verschwörung konzentrieren müssen und sich das Politbüro das Recht vorbehält, die Anträge der Gremien zu reduzieren.
👉 Das sind die berühmten Exekutionslisten. Und diese Listen kamen aus den Regionen von diesen Gremien und das einzige, was man im Politbüro noch tun konnte, war einige Namen von den Listen zu streichen.
Mit diesen Listen begann der große "Terror". Und er begann vor allem deshalb, weil die meisten Parteiführer auf mittlerer Ebene Bürgerkriegsveteranen waren und nahezu allesamt waren Trotzkisten. Sie wussten wie man etwas zerstört, aber nicht, wie man etwas aufbaut.
Dies zeigte sich dann auch in der Praxis und diese Leute konzentrierten sich nicht auf den Kern der Verschwörung, sondern begannen den blutigen Terror gegen Einige anführer im Volk, die Armeeführung und die Armee.
Hier tauchen Fragen auf:
❓️ Wenn Stalin doch der unangefochtene Alleinherrscher, Tyrann und Diktator war, weshalb musste er sich dem Druck der unteren Ebenen beugen?
❓️ Warum wurde Stalins Anweisungen nicht folge geleistet?
❓️ Welchen Sinn hätte es für Stalin gehabt, mitten in den Vorbereitungen auf einen großen Krieg (Hitler flog definitiv nicht unter dem Radar) seine Generalität und die Armee so immens zu schwächen?
❓️ Hätte Stalin denn keine starke Armee benötigt, um seine angeblich angestrebte Expansion zu realisieren? Es ergibt ja nicht einmal im Verteidigungsfall einen Sinn, oder?
❓️ Welchen Sinn hätte es für Stalin ergeben, mitten in den Kriegsvorbereitungen und mit dem Hintergrund des immer noch präsenten Bürgerkriegs, mit solchen Maßnahmen einen weiteren Bürgerkrieg und die Destabilisierung der Sowjetunion zu riskieren?
❗️ Es ergibt absolut keinen Sinn!
Der "große Terror" war auch als "Jeschowschtschina" bekannt, benannt nach dem damaligen NKWD-Führer Nikolai Jeschow. Unter ihm fand dieser "große Terror" statt.
❗️ Stalin gelang es dann, Nikolai Jeschow durch Lawrenti Beria zu ersetzen und umgehend hörte der große Terror auf. Die Drahtzieher wurden zügig festgenommen, vor Gericht gestellt und ihrer Strafe zugeführt. Einer der ersten Verurteilten war Robert Indrikowitsch Eiche.
❓️ Wieso musste Stalin Jeschow ersetzen? Er hat doch die gestellten Aufgaben des angeblichen Alleinherrschers, Tyrannen und Diktator Stalin zu voller Zufriedenheit umgesetzt, oder nicht? Die Tötungsmaschinerie lief doch wie geschmiert?
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🚩Betrachtet man allerdings "Stalins Verfassung" von 1936, so wird klar, wer diese sogenannten "Wirtschaftsführer" waren. Mit der Verfassung legte Stalin die gesamte Produktion und die Produktionsmittel in die Hände des Volkes.
❗️Diese Demokratie setzte sich durch die Einführung alternativer Wahlen im Jahr 1937 fort.
Hätten Stalin und das Politbüro diesen Brief ignoriert, hätte sich Robert Indrikowitsch Eiche damit direkt an das Plenum gewandt und das Kräfteverhältnis im Plenum war bereits klar. Deswegen stimmte das Politbüro der Schaffung von Notfallgremien in den Regionen zu, unter dem Vorbehalt, dass diese Gremien sich auf den Kern der Verschwörung konzentrieren müssen und sich das Politbüro das Recht vorbehält, die Anträge der Gremien zu reduzieren.
Mit diesen Listen begann der große "Terror". Und er begann vor allem deshalb, weil die meisten Parteiführer auf mittlerer Ebene Bürgerkriegsveteranen waren und nahezu allesamt waren Trotzkisten. Sie wussten wie man etwas zerstört, aber nicht, wie man etwas aufbaut.
Dies zeigte sich dann auch in der Praxis und diese Leute konzentrierten sich nicht auf den Kern der Verschwörung, sondern begannen den blutigen Terror gegen Einige anführer im Volk, die Armeeführung und die Armee.
Hier tauchen Fragen auf:
Der "große Terror" war auch als "Jeschowschtschina" bekannt, benannt nach dem damaligen NKWD-Führer Nikolai Jeschow. Unter ihm fand dieser "große Terror" statt.
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📕 Der Mythos der "stalinistischen Säuberungen" - Teil 3
❓️ Wieso ließ Stalin Robert Indrikowitsch Eiche verurteilen? Auch er hat doch die Tötungsmaschinerie wie angeblich von Stalin gefordert am laufen gehalten.
❓️ Warum beendete Stalin überhaupt diesen "großen Terror", den er sich doch so sehr gewünscht hat?
❗️ Ganz einfach! Er konnte ihn nicht gebrauchen!
Noch heute wird gerne verschwiegen, wer für den "großen Terror" in Moskau und in der Moskauer Region verantwortlich war. Es war kein geringerer, als Nikita Chruschtschow. Entgegen seiner Aussagen, er wäre dazu gezwungen worden, verfolgte er wie fast kein anderer diesen "großen Terror" mit unglaublichem Ehrgeiz.
Als klar wurde, dass Stalin nun mit Beria gegen die Drahtzieher vorgehen wird, organisierte Nikita Sergejewitsch Chruschtschow unverzüglich die eigene Versetzung von Moskau nach Kiew, um sich der Verantwortung für den Terror in der Region Moskau zu entziehen.
Nachdem Stalin ermordet wurde, wurde Nikita Chruschtschow erster Sekretär der KPdSU und im selben Jahr wurde dann Lawrenti Beria ermordet. Derjenige, der ihn schwer hätte belasten können und ihn somit hätte politisch enthaupten können.
❓️ Ziemlich viele zufällige Zufälle, nicht wahr?
❓️ Woher stammen die Zahlen von 20 Mio - 60 Mio Toten unter Stalin?
❓️ Wieso wurden diese Zahlen immer weiter nach unten korrigiert? Eventuell weil Sie erstunken und erlogen waren?
❓️ Gibt es gesicherte Zahlen?
❗️ DIE GIBT ES! (Zwar gibt es Unstimmigkeiten bei dem veröffentlichten Dokument, weil es zwei Versionen gibt, allerdings stammen diese Zahlen aus Zeiten der Entstalinisierung in der man möglichst viel Schmutz auf Stalin schüttete)
In diesem Dokument heißt es, dass nach den Daten, die dem Innenministerium der UdSSR von 1921 bis 1953, dem OGPU-Kollegium, der Sondersitzung des NKWD, dem Ministerium für Staatssicherheit der UdSSR und dem Militärkollegium sowie den Gerichten, Militärgerichten und Troikas zur Verfügung standen, 3.777.380 Personen verurteilt wurden, darunter 642.980 Personen zur Todesstrafe. 2.369.220 Personen wurden zu Lager- und Gefängnisaufenthalten von bis zu 25 Jahren verurteilt, und 765.180 Personen wurden zu Verbannung und Deportation verurteilt.
In diesem Zusammenhang ist besonders hervorzuheben, dass die Sondersitzung des NKWD der UdSSR von November 1934 bis September 1953, die auf der Grundlage des Erlasses des Zentralen Exekutivkomitees und des Rates der Volkskommissare der UdSSR vom 5. November 1934 eingerichtet wurde, 442.531 Personen verurteilte. Davon wurden 10.101 Personen zur Todesstrafe, 360.921 Personen zu Gefängnisstrafen, 67.539 Personen zu Verbannung und Ausweisung innerhalb des Landes und 3970 Personen zu anderen Strafen, einschließlich Ausweisung ins Ausland und Zwangsbehandlung in psychiatrischen Kliniken, verurteilt.
👉 Anfang Januar 1954 schickt der damalige Innenminister der UdSSR, Kruglow, das Schreiben Nr. 26/K an den Vorsitzenden des Ministerrats der UdSSR, Malenkow, und den Ersten Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU, Nikita Chruschtschow, das eine Bescheinigung des Innenministeriums der UdSSR enthält, in der die genaue Zahl der wegen konterrevolutionärer und anderer besonders gefährlicher Staatsverbrechen verurteilten Personen aufgeführt ist.
Nach dieser Bescheinigung belief sich die Zahl der Verurteilten im Zeitraum vom 1. Januar 1921 bis zum 1. Juli 1953 auf 4.060.306 Personen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus den bereits erwähnten 3.777.380 Personen, die wegen konterrevolutionärer Verbrechen verurteilt wurden, und 282.926 Personen, die wegen anderer besonders schwerer Staatsverbrechen, u. a. gemäß Artikel 59 des Strafgesetzbuches (besonders gefährliches Banditentum) und Artikel 193 UK (Militärspionage), verurteilt wurden.
Die Gesamtzahlen für den Zeitraum von 1921 bis zur ersten Hälfte des Jahres 1953 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
■ Die Gesamtzahl der Angeklagten: 4,060,306.
■ Die Gesamtzahl der zur Todesstrafe Verurteilten: 799,455.
Die Gesamtzahl der Verurteilten zu Freiheitsstrafen: 2.634.397.
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Noch heute wird gerne verschwiegen, wer für den "großen Terror" in Moskau und in der Moskauer Region verantwortlich war. Es war kein geringerer, als Nikita Chruschtschow. Entgegen seiner Aussagen, er wäre dazu gezwungen worden, verfolgte er wie fast kein anderer diesen "großen Terror" mit unglaublichem Ehrgeiz.
Als klar wurde, dass Stalin nun mit Beria gegen die Drahtzieher vorgehen wird, organisierte Nikita Sergejewitsch Chruschtschow unverzüglich die eigene Versetzung von Moskau nach Kiew, um sich der Verantwortung für den Terror in der Region Moskau zu entziehen.
Nachdem Stalin ermordet wurde, wurde Nikita Chruschtschow erster Sekretär der KPdSU und im selben Jahr wurde dann Lawrenti Beria ermordet. Derjenige, der ihn schwer hätte belasten können und ihn somit hätte politisch enthaupten können.
In diesem Dokument heißt es, dass nach den Daten, die dem Innenministerium der UdSSR von 1921 bis 1953, dem OGPU-Kollegium, der Sondersitzung des NKWD, dem Ministerium für Staatssicherheit der UdSSR und dem Militärkollegium sowie den Gerichten, Militärgerichten und Troikas zur Verfügung standen, 3.777.380 Personen verurteilt wurden, darunter 642.980 Personen zur Todesstrafe. 2.369.220 Personen wurden zu Lager- und Gefängnisaufenthalten von bis zu 25 Jahren verurteilt, und 765.180 Personen wurden zu Verbannung und Deportation verurteilt.
In diesem Zusammenhang ist besonders hervorzuheben, dass die Sondersitzung des NKWD der UdSSR von November 1934 bis September 1953, die auf der Grundlage des Erlasses des Zentralen Exekutivkomitees und des Rates der Volkskommissare der UdSSR vom 5. November 1934 eingerichtet wurde, 442.531 Personen verurteilte. Davon wurden 10.101 Personen zur Todesstrafe, 360.921 Personen zu Gefängnisstrafen, 67.539 Personen zu Verbannung und Ausweisung innerhalb des Landes und 3970 Personen zu anderen Strafen, einschließlich Ausweisung ins Ausland und Zwangsbehandlung in psychiatrischen Kliniken, verurteilt.
Nach dieser Bescheinigung belief sich die Zahl der Verurteilten im Zeitraum vom 1. Januar 1921 bis zum 1. Juli 1953 auf 4.060.306 Personen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus den bereits erwähnten 3.777.380 Personen, die wegen konterrevolutionärer Verbrechen verurteilt wurden, und 282.926 Personen, die wegen anderer besonders schwerer Staatsverbrechen, u. a. gemäß Artikel 59 des Strafgesetzbuches (besonders gefährliches Banditentum) und Artikel 193 UK (Militärspionage), verurteilt wurden.
Die Gesamtzahlen für den Zeitraum von 1921 bis zur ersten Hälfte des Jahres 1953 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
■ Die Gesamtzahl der Angeklagten: 4,060,306.
■ Die Gesamtzahl der zur Todesstrafe Verurteilten: 799,455.
Die Gesamtzahl der Verurteilten zu Freiheitsstrafen: 2.634.397.
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📕 Der Mythos der "stalinistischen Säuberungen" - Teil 4
■ Die Gesamtzahl der zu Verbannung Verurteilten: 413.512.
■ Die Gesamtzahl der Verurteilungen durch andere Maßnahmen: 215,942.
Befehl von Nikolai Jeschow
"NKWD-Chef Nikolaj Jeschow am 30. Juli 1937 unterzeichneten und einen Tag später vom Politbüro bestätigten Befehl № 00447 „Über die Operation zur Repression ehemaliger Kulaken, Krimineller und anderer antisowjetischer Elemente“. Damit kann praktisch jeder Sowjetbürger zum sogenannten „Volksfeind“ erklärt werden.
Für die einzelnen Republiken, Gebiete und Kreise der Sowjetunion legt der Befehl Kontingente fest – um den Plan zu erfüllen, kommt es massenhaft zu willkürlichen Verhaftungen und Verurteilungen."
Das Politbüro bestätigte diesen Befehl mit einem eigenen Erlass.
Beschäftigt man sich nun mit den originalen Dokumenten, so stellt man fest, dass es hauptsächlich um Arbeitslager geht und dass die "Gefährder" in Gruppen unterteilt werden.
Lediglich die Gruppe 1 kann exekutiert werden und ausschließlich die Trojka (drei vor Ort vom Volk ausgesuchten Kommissare) entscheiden darüber ob jemand exekutiert wird oder nicht.
❗️ Keine einzige von diesen Listen unterschrieb Stalin persönlich.
Das Politbüro hatte die Möglichkeit (so wie wir es vorher geschrieben haben) diese Listen zu kürzen. Sie mussten vom Politbüro nicht einmal bestätigt werden!
Die Erwartung dahinter war, dass man vor Ort die Menschen besser kennt und die Erschießung als das härteste Mittel nur selten nötig sein wird.
Der Druck auf die Trojkas vor Ort, seitens NKWD und speziell von Jeschow, wurde durch die Quoten eingeführt. Und so nahm es seinen Lauf.
❗️ In der Realität war es also so, dass Josef Wissarionowitsch Stalin überhaupt nicht von den unteren Ebenen und den Gremien vor Ort über das tatsächliche Ausmaß informiert wurde, was neues Archivmaterial belegt.
😊 ABONNIERE: ANALYTIK & NEWS
■ Die Gesamtzahl der zu Verbannung Verurteilten: 413.512.
■ Die Gesamtzahl der Verurteilungen durch andere Maßnahmen: 215,942.
Befehl von Nikolai Jeschow
"NKWD-Chef Nikolaj Jeschow am 30. Juli 1937 unterzeichneten und einen Tag später vom Politbüro bestätigten Befehl № 00447 „Über die Operation zur Repression ehemaliger Kulaken, Krimineller und anderer antisowjetischer Elemente“. Damit kann praktisch jeder Sowjetbürger zum sogenannten „Volksfeind“ erklärt werden.
Für die einzelnen Republiken, Gebiete und Kreise der Sowjetunion legt der Befehl Kontingente fest – um den Plan zu erfüllen, kommt es massenhaft zu willkürlichen Verhaftungen und Verurteilungen."
Das Politbüro bestätigte diesen Befehl mit einem eigenen Erlass.
Beschäftigt man sich nun mit den originalen Dokumenten, so stellt man fest, dass es hauptsächlich um Arbeitslager geht und dass die "Gefährder" in Gruppen unterteilt werden.
Lediglich die Gruppe 1 kann exekutiert werden und ausschließlich die Trojka (drei vor Ort vom Volk ausgesuchten Kommissare) entscheiden darüber ob jemand exekutiert wird oder nicht.
Das Politbüro hatte die Möglichkeit (so wie wir es vorher geschrieben haben) diese Listen zu kürzen. Sie mussten vom Politbüro nicht einmal bestätigt werden!
Die Erwartung dahinter war, dass man vor Ort die Menschen besser kennt und die Erschießung als das härteste Mittel nur selten nötig sein wird.
Der Druck auf die Trojkas vor Ort, seitens NKWD und speziell von Jeschow, wurde durch die Quoten eingeführt. Und so nahm es seinen Lauf.
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Forwarded from Analytik & News
📕 Der Mythos der "stalinistischen Säuberungen" - Teil 5
😁 FAZIT: Die größten Opferzahlen stammen aus der Zeit des "großen Terrors" (Angeführt und durchgesetzt von Nikolai Jeschow und Nikita Chruschtschow) und nicht aus den Jahren zuvor oder aus den Zeiten der stalinistischen Säuberungen ab 1938.
Das Politbüro, welches Stalin damals anführte, bestätigte lediglich den Befehl, worin die Möglichkeit existierte, dass die drei vor Ort vom Volk gewählten (aus eigenen Reihen) Kommissare die Todesstrafe bei besonderen schwere der Schuld verhängen könnten.
Das Ziel des Erlasses vom Politbüro war es, die Volksverräter zur Arbeit zu zwingen (so moralisch verwerflich wie es heute auch klingen mag, damals waren etwas andere Zeiten.)
Was daraus die Trotzkisten gemacht haben (ohne die oberste Führung vollständig einzuweihen) seht ihr an den Zahlen.
📌 Und um den Geist der Damaligen Zeit etwas besser erkennen zu können, hier eine kurze Beschreibung von den Ereignissen die parallel in den USA geschehen sind:
🤩 Zwischen 1920 und 1938 herrschte in den USA eine Atmosphäre der Paranoia, Unterdrückung und Gewalt.
Kurzüberblick
🤩 Palmer Raids (1919–1920): Tausende Menschen wurden ohne rechtsstaatliche Grundlagen festgenommen, darunter viele Immigranten. Hunderte wurden deportiert, nur weil man sie verdächtigte, „radikal“ oder „kommunistisch“ zu sein. Ein Klima der Angst und Willkürherrschaft entstand.
🤩 Arbeitskämpfe (1930er Jahre): Streiks wurden oft brutal niedergeschlagen. Beim „Memorial Day Massacre“ 1937 schoss die Polizei in eine unbewaffnete Menge von Stahlarbeitern – mehrere Tote, viele Verletzte. Arbeiterrechte wurden blutig unterdrückt.
🤩 Aufstieg des KKK (1920er): Millionen Mitglieder setzten Terror und Gewalt ein, mit stillschweigender Duldung vieler Behörden. Politische Gegner, Minderheiten und Andersdenkende lebten in ständiger Bedrohung.
🤩 Gründung des HUAC-Vorläufers (1938): Mit dem „Dies Committee“ begann eine neue Ära staatlicher Überwachung. Wer „unamerikanische Aktivitäten“ verdächtigt wurde, stand unter Generalverdacht – die Grundlage für spätere Hexenjagden.
Würde man die Informationen zu damaligen Zeit in den USA genauso aufarbeiten wie es bei der UdSSR gemacht wurde, dann würde das Land der Freiheit in einem ganz anderen Licht erscheinen.
Aber um die ging es uns nicht. Es ist leider so, dass einiges, was damals absolut normal war, heute undenkbar ist.
Und dennoch nutzt der Westen seine Möglichkeiten bei der Propaganda und verdreht die Tatsachen so, wie es ihm am besten passt.
⚠️Wir können nur davor warnen! Wenn im Westen jemand als Ursprung des Bösen dargestellt wird, dann sollten alle Alarmglocken angehen.
😊 ABONNIERE: ANALYTIK & NEWS
Das Politbüro, welches Stalin damals anführte, bestätigte lediglich den Befehl, worin die Möglichkeit existierte, dass die drei vor Ort vom Volk gewählten (aus eigenen Reihen) Kommissare die Todesstrafe bei besonderen schwere der Schuld verhängen könnten.
Das Ziel des Erlasses vom Politbüro war es, die Volksverräter zur Arbeit zu zwingen (so moralisch verwerflich wie es heute auch klingen mag, damals waren etwas andere Zeiten.)
Was daraus die Trotzkisten gemacht haben (ohne die oberste Führung vollständig einzuweihen) seht ihr an den Zahlen.
Kurzüberblick
Weiterführende Links:
Palmer Raids (1919–1920): Britannica – Palmer Raids
Immigration Act 1924: U.S. State Department – Immigration Act of 1924
Ku Klux Klan (2. Welle): Britannica – Ku Klux Klan in den 1920ern
HUAC-Vorläufer (1938)
Würde man die Informationen zu damaligen Zeit in den USA genauso aufarbeiten wie es bei der UdSSR gemacht wurde, dann würde das Land der Freiheit in einem ganz anderen Licht erscheinen.
Aber um die ging es uns nicht. Es ist leider so, dass einiges, was damals absolut normal war, heute undenkbar ist.
Und dennoch nutzt der Westen seine Möglichkeiten bei der Propaganda und verdreht die Tatsachen so, wie es ihm am besten passt.
⚠️Wir können nur davor warnen! Wenn im Westen jemand als Ursprung des Bösen dargestellt wird, dann sollten alle Alarmglocken angehen.
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Am 18. Juli 1956 trat die Führung des Landes aufgrund von Straßenprotesten zurück. Drei Monate später kam es dort zu einem blutigen Putsch. Der amerikanische Geheimdienst hatte diese Spezialoperation acht Jahre lang vorbereitet.
Entklassifizierte Archivdokumente enthüllen die Absichten der geheimen Operationen der USA, berichtet der Schriftsteller und Geheimdiensthistoriker Gennadi Sokolow.
In Washington kam man nicht sofort zu der Erkenntnis, dass sie notwendig waren. Zunächst wurde das Ziel gesetzt, den ehemaligen Verbündeten im Zweiten Weltkrieg direkt zu vernichten. Zu diesem Zweck gab US-Präsident Harry Truman bereits im September 1945, dem Jahr des Sieges, dem Pentagon den Auftrag, die Operation „Totality” zu entwickeln. Es war geplant, 196 Atombomben auf die 20 größten Städte und Industriezentren der UdSSR abzuwerfen.
Die Begeisterung der amerikanischen Generäle wurde jedoch durch die möglichen schweren Verluste der berühmten „Fliegenden Festungen” – B-29-Bomber mit Atombomben – bei Angriffen auf sowjetische Städte gedämpft. Nach Schätzungen des Pentagons bis zu 55 Prozent!
Militärexperten warnten außerdem, dass im Falle eines Konflikts die in Osteuropa stationierten sowjetischen Panzerarmeen innerhalb von ein bis zwei Wochen die Atlantikküste erreichen würden! Auch dies war ein hemmender Faktor. Die Entwicklung ähnlicher geheimer Pläne für einen Atomkrieg gegen die UdSSR wurde jedoch fortgesetzt („Chariot”, „Fleetwood“, „Trojal“, „Dropshot“ usw.).
Das Auftauchen der Atombombe in der UdSSR im Jahr 1949 zwang die amerikanischen „Falken“ zum Rückzug, um einen nuklearen Gegenschlag Moskaus zu vermeiden. An die Stelle der Pläne für einen „heißen“ Krieg trat ein „kalter“ Krieg.
1. Geopolitik – Gründung des Nordatlantischen Bündnisses NATO unter der Ägide der USA im Jahr 1949.
2. Wirtschaft und Finanzen – Einführung des Bretton-Woods-Systems nach dem Krieg, das auf dem Dollar statt auf Gold basierte, sowie des Marshall-Plans im Jahr 1948.
3. Propaganda – Ausstrahlung der Radiosender „Radio Free Europe” und „Radio Liberty” in den Ländern des Sozialistischen Lagers seit 1953.
4. Geheime subversive Aktivitäten – Gründung der Abteilung für Spezialoperationen der CIA im Jahr 1948.
Im Wesentlichen handelte es sich bereits um einen vielschichtigen oder, wie man heute sagt, hybriden Krieg. Sein Ziel war es, die Macht der UdSSR und der osteuropäischen Länder zu untergraben, die gemäß den Vereinbarungen von Jalta zwischen Stalin, Roosevelt und Churchill von 1945 über die Aufteilung der Einflussbereiche nach dem Krieg in den Einflussbereich des Kremls gefallen waren. So entstand die „Direktive 10/2”.
10. Juni 1948
Streng geheim
Nationaler Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten
Direktive NSC 10/2
… Der Nationale Sicherheitsrat hat beschlossen, dass im Interesse des Weltfriedens die Maßnahmen der US-Regierung durch verdeckte Operationen ergänzt werden müssen…
Diese Mission wird der US-amerikanischen Central Intelligence Agency (CIA) übertragen ...
Leiter des neuen „verdeckten” Arbeitsbereichs der CIA wurde der Veteran des amerikanischen Geheimdienstes Frank George Wisner. Er ist der Vater geheimer Sabotageoperationen, darunter Maidan-Bewegungen, Aufstände und Umstürze weit außerhalb der Grenzen Amerikas. In Ländern, die Washington nicht genehm waren. Allerdings machte er sich nicht nur durch die ersten Maidan-Bewegungen in Ungarn, Polen und Ostdeutschland einen Namen.
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Zu seinen Erfolgen zählen auch so aufsehenerregende Spionageoperationen wie Project SPEECH (Beschaffung und Veröffentlichung des geheimen antistalinistischen Berichts von Chruschtschow auf dem XX. Parteitag der KPdSU), „Gould“ (Bau des Spionagetunnels „Berlin Tunnel“ zu den geheimen Kommunikationsleitungen der sowjetischen Regierung) und „Overflight“ (Organisation von Flügen mit U-2-Höhenaufklärungsflugzeugen über dem Gebiet der UdSSR).
Damals, im Jahr 1948, war die CIA noch nicht einmal ein Jahr alt. Aber die Operationen „Split“ und „Focus“, die 1956 die Lage in Ungarn sprengten, starteten und begannen ihre lange Reise. Ihr Hauptentwickler war derselbe Wisner. Das Ziel dieser geheimen Operationen war, wie der Name schon sagt, die Spaltung des sozialistischen Lagers. Im Fokus stand Ungarn. Es ging darum, in diesem Land den ersten mächtigen Maidan zu organisieren, dem in den folgenden sechs Jahrzehnten viele weitere folgten. Die CIA entschied damals, dass gerade Ungarn das „schwache Glied” und der am besten geeignete Ort für den Hauptschlag sei.
Die Führung des Landes in Gestalt von „Stalins bestem Schüler” Mátyás Rákosi kopierte zu eifrig und gedankenlos das sowjetische System des Sozialismusaufbaus. Das führte zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Es war kein theoretischer, sondern ein pragmatischer Ansatz unter Berücksichtigung der Besonderheiten und Traditionen des Landes erforderlich. Leider hatte die sowjetische Führung unter Chruschtschow nichts gegen diesen Kurs Ungarns einzuwenden, sondern unterstützte ihn sogar (was viel über Chruschtschow sagt). Infolgedessen häuften sich in Ungarn und auch in anderen Satellitenstaaten der UdSSR die Probleme, und die Zahl der Dissidenten wuchs.
Nach der Versöhnung Chruschtschows mit Tito in Ungarn wurden politische Gefangene aus den Gefängnissen entlassen, darunter auch Anhänger Titos. Auch der zukünftige langjährige talentierte Staatschef János Kádár wurde freigelassen. Doch selbst nach der Versöhnung mit Moskau verfolgte Marschall Tito weiterhin seinen eigenen, "unabhängigen" Kurs und suchte und fand dafür Unterstützung sowohl im Westen als auch in einigen Ländern Osteuropas. Unter anderem in Ungarn.
Zu dieser Zeit zog die UdSSR es vor, nicht über die eigenen Fehler und Fehleinschätzungen zu sprechen. Lieber schrieb man darüber, dass 140.000 sowjetische Soldaten bei der Befreiung Ungarns gefallen waren, über die große Unterstützung und Hilfe der Sowjetunion nach dem Krieg.
Die Opfer im Krieg und die Hilfe in der Nachkriegszeit waren in der Tat sehr bedeutend. Kredite (auch in Fremdwährung), Lieferungen von Energieträgern, der Bau von Industrieunternehmen sicherten nicht nur das Überleben in Ungarn. Dadurch wurde die Entwicklung des Landes erst überhaupt ermöglicht. Obwohl die UdSSR selbst in diesen schwierigen Jahren dringend Ressourcen benötigte.
Aber neben der Hilfe waren auch Reformen erforderlich. Mit deren Beginn wurde in Budapest jedoch offensichtlich gezögert. Sowohl von den Ungarn selbst als auch von der sowjetischen Führung. Wobei die diesen Prozess die ungarische Regierung durchführen müsste und nicht die der UdSSR.
17. Juni 1953
Streng geheim
Nationaler Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten
Richtlinie NSC 158
Der Widerstand gegen die kommunistische Unterdrückung muss so gestärkt werden, dass der spontane Charakter des Aufstands nicht in Frage gestellt werden kann...
Untergrundorganisationen müssen so organisiert, ausgebildet und ausgerüstet werden, dass sie in der Lage sind, längere militärische Operationen durchzuführen...
Unser größtes Hindernis sind die sowjetischen Truppen, die in Mitteleuropa stationiert sind.
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Zu den „geheimen Operationen” gehörten damals: Propaganda, Wirtschaftskrieg, präventive aktive Maßnahmen. Dazu gehörten Sabotage, subversive Aktivitäten, Unterstützung illegaler Widerstandsbewegungen, Partisanen- und Befreiungsgruppen im Exil sowie Unterstützung lokaler antikommunistischer Elemente.
„Alle Maßnahmen, die von unserer Regierung gegen feindliche Staaten oder Gruppen durchgeführt oder organisiert werden, müssen so geplant und durchgeführt werden, dass eine Verantwortung der US-Regierung dafür für Unbefugte nicht offensichtlich ist. ... Und im Falle einer Aufdeckung könnte die US-Regierung glaubhaft jede Verantwortung dafür ablehnen.“Das heißt, das Volk habe sich spontan gegen die kommunistische Herrschaft erhoben, und die USA hätten nichts damit zu tun!
Aber zu den Zielen der Operation „Focus“ gehörte noch ein weiterer Aspekt.
In den Nachkriegsjahren litt die Sowjetunion unter einem akuten Mangel an Uran für die Herstellung von Atomwaffen. Dieses war jedoch in Osteuropa vorhanden. Am bekanntesten ist die Mine „Wismut“ in der ehemaligen DDR, die faktisch unter sowjetischer Kontrolle stand und für die Bedürfnisse der sowjetischen Verteidigung arbeitete. Auch in Ungarn gab es sehr bedeutende Uranvorkommen. Eine der Aufgaben der US-Geheimdienste war es, mit Hilfe des ungarischen Maidan die Sowjetunion dieser strategisch wichtigen Rohstoffe zu berauben.
Erfolgreich. Als erstes stellte das Weiße Haus über die CIA Finanzmittel bereit: Für die Umsetzung des ungarischen Aufstands wurden 125 Millionen Dollar bereitgestellt. Nach heutigen Preisen sind das etwa 1,5 Milliarden. Eine nicht unerhebliche Summe.
Zunächst einmal für die Schaffung und Ausstattung von Sabotage- und Aufklärungsstrukturen sowohl in Ungarn selbst als auch in den Nachbarländern Österreich und Deutschland. Rechtsextreme nationalistische Organisationen wie „Schwert und Kreuz”, „Blutiger Pakt”, „Ungarische Widerstandsbewegung” und andere wurden gegründet, um Massenunruhen zu organisieren.
Auch auf dem Kiewer Maidan waren der in Russland verbotene „Rechte Sektor” und andere nationalistische Strukturen die treibende Kraft!
Eine bewährte Praxis! Die CIA arbeitete auch mit der lokalen Intelligenz zusammen. Eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung des Maidan spielte der Kreis namens Sándor Petőfi, ein demokratischer Dichter und einer der Anführer der ungarischen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine Fortsetzung der Traditionen sozusagen...
In Österreich wurde das „Internationale Komitee zur Unterstützung Ungarns“ unter der Leitung von General Donovan gegründet, einer „Legende“ des amerikanischen Geheimdienstes und ehemaliger Leiter des US-Strategischen Dienstes, dem Vorläufer der CIA.
Koordinator des Maidan wurde der britische Militärattaché in Budapest, James Caulley. Eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Sabotagegruppen spielte die Organisation des ehemaligen Hitler-Generals Gehlen. Seine Leute trainierten mit Geldern der CIA ungarische Emigranten in der BRD im Rahmen des bereits 1953 gegründeten „Freiwilligenkorps der Freiheit”. Das Korps zählte 30.000 Kämpfer.
Mit der Öffnung der österreichisch-ungarischen Grenze (nach dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Österreich durch Chruschtschow) konnten die USA und andere westliche Länder seit 1955 die Zahl der nach Ungarn eingeschleusten Spione und Saboteure sowie der Waffen und Munition erheblich erhöhen. Auch das kostete viel Geld.
Zwischen den Zentren im Ausland und dem konterrevolutionären Untergrund im Land wurde eine zuverlässige Verbindung hergestellt. Dafür war direkt der Militärattaché der USA in Budapest, Kapitän Glisson, verantwortlich. Er war auch für die Verteilung der Dollar-Gelder zuständig.
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Analogien zu den Ereignissen der folgenden Jahre in anderen Ländern, die vom Maidan erfasst wurden, drängen sich auf. Die CIA rieb sich damals die Hände.
„Die Dominosteine in Osteuropa fingen an zu fallen. Die Lage in Ungarn verschlechtert sich rapide, zweifellos schneller, als man in Moskau erwartet hatte.“Im Juli wurde die ungarische Hauptstadt von Massenkundgebungen überschwemmt. Damals noch friedlichen. Auf die Straße gingen Jugendliche, Studenten, kreative Intellektuelle. Hunderttausende Menschen forderten Veränderungen im Land, eine neue Führung, Reformen.
Am 13. Juli traf A. I. Mikojan, Mitglied des Präsidiums des ZK der KPdSU, eilig in Budapest ein. Er erkannte, dass die Situation durch Verhaftungen der Unzufriedenen nicht mehr zu retten war. Und er berichtete Moskau, dass die ungarischen Genossen die Macht verlieren würden.
„Es bildet sich ein paralleles Zentrum aus feindlichen Elementen, die aktiv und entschlossen, selbstbewusst handeln.“Um die Unzufriedenheit zu unterdrücken und die Lage zu stabilisieren, empfahl der Kreml, Mátyás Rákosi aus der Führung des Landes zu entfernen.
Am 18. Juli 1956 trat er zurück und wurde mit seiner Frau zur „Behandlung“ in die UdSSR gebracht. Und verschwand für lange Zeit aus dem Blickfeld. Der unglückliche Führer lebte still in der UdSSR und starb 1971 in Gorki.
Rákosi wurde durch Ernő Győrö, den Leiter des Innenministeriums, ersetzt. Das war ein Tausch von einem Übel gegen ein anderes!
In Warschau beendete 1956 die Ernennung von Władysław Gomułka zum Staatsoberhaupt die Unruhen in Posen und löste die polnische Krise. In Ungarn gelang es jedoch nicht, die richtige Personalentscheidung zu treffen.
Obwohl der sowjetische Botschafter in Budapest, Juri Wladimirowitsch Andropow (der spätere KGB-Chef und Generalsekretär), der Führung in Moskau so eindringlich wie es seine Position zuließ Janos Kadar als Nachfolger von Rakosi empfahl, beharrte Chruschtschow auf der Kandidatur von Gerő.
Die CIA nutzte diesen Fehler Chruschtschows aus und schürte weiterhin die Unzufriedenheit der Bevölkerung. Drei Monate später gingen 200.000 Menschen in Budapest auf die Straße und skandierten „Tod für Gerő! Rakosi in den Donau!“. Der friedliche ungarische Maidan verwandelte sich für Moskau plötzlich in einen blutigen Putsch. Marschall Schukow und KGB-Chef Serow mussten eingreifen und Panzer einsetzen.
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Vom 3. bis 6. August 1940 wurden diese Republiken gemäß den Beschlüssen des Obersten Sowjets der UdSSR in die Sowjetunion aufgenommen.
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